Unsere DNA verändern durch Epigenetik

Wie funktioniert die DNA mit der Epigenetik

Unsere Erbinformation, das, was uns menschlich und einzigartig macht, ist in unsere DNA gespeichert. Das ist Genetik – die Genetik schaut sich an, ob ein Gen da ist oder nicht, und ob es funktionell oder mutiert ist.

Die Epigenetik geht noch einen Schritt weiter und schaut sich an, ob ein Gen an- oder abgeschaltet ist. Es reicht nicht nur, dass ein Gen da ist, es muss auch aktiviert sein.

Die DNA ist eine lange Schnur – jede Zelle enthält DNA mit einer Gesamtlänge von 2 Metern. Diese Schnur befindet sich in einer Zelle mit wenigen tausend Millimetern Durchmesser. Damit das organisiert und kein wüst-verwirrtes Knäuel ist, gibt es Histone. Histone sind Proteine, um die sich die DNA wickelt, sich so organisiert und Platz spart. Wenn ein DNA-Abschnitt, „sprich ein Gen“  sehr eng um ein Histon gewickelt ist, dann ist es inaktiv.

Dann kommen die Enzyme, welche die DNA „lesen“, nicht an das Gen heran. Wenn ein Gen sehr locker um das Histon gewickelt ist und diese Enzyme da gut herankommen, dann ist es aktiv. So haben besonders die Histone bzw. die Proteine, die kontrollieren, wie eng ein Gen aufgewickelt ist, in der Hand, wie aktiv ein Gen ist.

Es gibt noch Stoffe, die nicht aus Proteinen bestehen, aber die Aktivität von Genen beeinflussen können. Dazu zählen z.B. Vitamin A, Vitamin D, und Hormone. (Vitamin D kontrolliert Schätzungen zufolge die Aktivität von 3000 Genen, also eine ganze Menge!).

Von unseren Eltern erben wir nicht nur eine Vielzahl gesundheitsrelevanter Gene, sondern auch deren epigenetische Programmierung – und damit die Wahrscheinlichkeit, ob und wie stark bestimmte Erkrankungen ausbrechen. Schon seit Längerem ist bekannt, dass werdende Eltern durch ihren Lebensstil die Weichen für die Entwicklung ihrer Kinder stellen. Doch auch künftige Väter haben Einfluss auf die spätere Gesundheit ihrer Kinder. Denn eine ungesunde Ernährung und ein ungesunder Lebensstil  verändern den epigenetischen Code – und bestimmen dadurch mit, welche Gene im Erbgut aktiviert werden und welche nicht. Solche Veränderungen können sich beispielsweise in Darm-, Fett- oder Leberzellen, aber auch in Spermien und Eizellen ereignen und werden dann bei der Zeugung an den Nachwuchs vererbt. Eine der Quintessenzen der Epigenetik ist also, unsere Lebensführung, Ernährung, Sport, innere Denkweisen, Emotionen, Stress und Glaubenssätze.

Wir haben daher selber in der Hand, wie aktiv unsere Gene sind, und welche Gene inaktiv sind und bestimmen darüber welche Gene wir an unseren Kindern weitergeben.

Ein uraltes Sprichwort besagt: Kontrolliere Deine Gedanken, und Du kontrollierst Deinen Körper.

Gedankenhygiene

Ein Mensch denkt im Durchschnitt bis zu 80.000 Gedanken täglich und das meist unbewusst. Da die Kraft der Gedanken einen großen Einfluss auf das Unterbewusstsein und somit auch auf die Gesundheit hat, ist es wichtig zu lernen Sie zu kontrollieren. Die meisten der Gedanken gehören der Vergangenheit an und sind gelenkt von unschönen Erlebnissen, schwierigen Situationen und Traumata.

Gedanken sind reine Energie und manifestieren sich ungewollt in unserem Leben. Alles was passiert, geschieht aufgrund von Gedanken, Worten, Überzeugungen und Absichten. Wenn wir uns bewusst gegen negative Gedanken entscheiden, haben wir die Macht, die Realität zu verändern. Unser Bewusstsein kann uns helfen, unsere Gedanken zu beeinflussen, indem wir unsere Gedankenkraft bewusst einsetzen. Wir können jeden Tag neu entscheiden welcher Sache wir Aufmerksamkeit schenken. Studien haben bewiesen, dass absichtlich gelenkte Gedankenenergie Wirkung auf andere haben kann, unabhängig davon, ob Sie sich in der Nähe oder weit entfernt auf einem anderen Kontinent befinden.

Tipps für eine gesunde Gedankenhygiene

  1. Welche Informationen konsumieren wir täglich? Sind die Informationen eher negativ oder positiv behaftet? Denn Negative Inhalte beeinflussen unser Denken, Fühlen und Handeln.
  2. Den Gedanken Raum geben. Am besten in Form von Stille beispielsweise bei einer Meditation. Am Anfang kann es sein das die Gedanken richtig laut werden. Es ist hilft dir dabei die Gedanken einfach Kommen und ziehen zulassen. Dies ist hier der Schlüssel.
  3. Achtsam gegenüber den Gedanken sein. Wichtig ist hier eine Beobachtungshaltung einzunehmen und sich auf den jetzigen Moment zu konzentrieren. Wenn Gedanken kommen ist es wichtig diese nicht zu benennen und zu bewerten. Wenn eine Emotion mit einem Gedanken hoch kommt, ist es wichtig das Gefühl Dasein zu lassen und mindestens 60 Sekunden zu fühlen. Denn jede Emotion ist nach 60 Sekunden verflogen.
  4. Mit dem Unterbewusstsein arbeiten in Form von Glaubenssatzarbeit und Emotionsarbeit
  5. Wünsche und Ziele visualisieren
  6. Auf die Gegenwart fokussieren

Es mag am Anfang wie eine Herausforderung erscheinen aber wenn wir uns  diese Dinge zur Gewohnheit machen, stellt sich dieser Zustand irgendwann von ganz allein ein. Dann sind wir frei, wissen in jedem Moment wie wir handeln sollten und nehmen auf einmal wahr,  wie das Leben wirklich ist.

Wir sind alle Schöpfer unseres Selbst und haben allein die Macht zu entscheiden, wie wir unser Leben leben wollen. Ob in Krankheit oder Gesundheit. Alles was wir an Leiden irgendwann mal bekommen haben, können wir genauso wieder loswerden.